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Im San Siro ging Stern von Alexander Manninger auf

Christoph Kolland

Alexander Manninger hatte eine eindrucksvolle Karriere. Seinen ersten großen Moment hatte er 1996 durch Zufall im italienischen San Siro. Danach kam eine bemerkenswerte Laufbahn ins Rollen. Diese führte ihn zu den Bullen, Juventus Turin, Arsenal und sogar Liverpool.


Alexander Manninger ist tot. Bei einer Kollision mit der Lokalbahn in Nußdorf (Flachgau) starb der ehemalige ÖFB-Teamgoalie im Alter von 48 Jahren. Der Salzburger konnte eine beeindruckende Karriere hinlegen und hinterließ im österreichischen wie auch internationalen Fußball seine Spuren.

Begonnen hat Manninger in der Jugend von Austria Salzburg, seinem Heimatverein, bei dem er sich bis zur von Otto Baric trainierten ersten Mannschaft durchkämpfte und hinter Otto Konrad und Herbert Ilsanker dritter Torhüter war.

Nach einer Leihe zu Vorwärts Steyr wechselte der Goalie im Juli 1996 zum GAK. Dort sollte sein Stern aufgehen. Denn die Grazer waren in diesem Jahr in der Qualifikation des UEFA-Cups vertreten. In Runde 2 zogen die Rotjacken ein absolutes Traumlos: Inter Mailand. Auf dem Weg zum San Siro, das legendäre Stadion in der italienischen Metropole, erkrankte die etatmäßige Nummer eins, Franz Almer. Also musste der damals 19-jährige Manninger ins Tor – in einem Stadion, das für fast 80.000 Zuschauer Platz hat. Gekommen waren jedoch nur rund 8.000 – zu klein war der GAK als Gegner für das große Inter Mailand. Doch bei seinem Debüt überzeugte der Salzburger, brachte die Inter-Stars mit zahlreichen Glanzparaden zum Verzweifeln. Am Ende kassierte er nur ein Tor, eine gute Ausgangslage für das Rückspiel war geschaffen. Auch dort hütete Manninger das GAK-Tor, hielt erneut bärenstark. Auch wenn sich die Roten Teufel am Ende im Elfmeterschießen geschlagen geben mussten, ging Manninger als Gewinner dieser Spiele hervor.

Bild: Sepp Pail

Bild: GEPA

Bild: Sepp Pail

Bild: GEPA

Bild: ZVg

Ersatz von Gigi Buffon
Nach nur einem Jahr beim GAK klopfte Arsenal an. Der Premier-League-Klub überwies 15 Millionen Schilling und machte Manninger zum ersten Spieler, der aus Österreich auf die Insel wechselte. Bei den Gunners konnte er sich ebenfalls auszeichnen, gewann in der Saison 1997/98 die Meisterschaft sowie den FA Cup. Nach vier Jahren in England wurde der Torhüter ein wenig zum Wandervogel. Über Florenz, Espanyol Barcelona, Torino, Siena und Bologna kehrte der Salzburger in seine Heimat zurück, unterschrieb 2005 bei Red Bull Salzburg. Im ersten Jahr nach dem Einstieg des Getränkekonzerns duellierte er sich mit Heinz Arzberger um den Platz zwischen den Pfosten. Nach einem Jahr und nur 17 Spielen ging es per Leihe wieder zu Siena nach Italien, danach über Udinese zu Juventus Turin, wo der 33-fache ÖFB-Teamspieler der Ersatz von Legende Gianluigi Buffon wurde. In vier Saisonen kam Manninger auf 42 Einsätze.

Sein Vertrag in Italien lief mit Ende Juni 2012 aus. Daraufhin engagierte Augsburg den Österreicher, weil sich deren Einsergoalie Simon Jentzsch verletzt hatte. In vier Jahren als Reservertorhüter brachte es Manninger auf 36 Spiele in der deutschen Bundesliga. Im Jahr 2016 wollte Jürgen Klopp Alexander Manninger auf die Insel zurückholen – der Salzburger wurde für eine Saison dritter Torwart bei Liverpool. Klopp wollte ihn als Bindeglied zwischen ihm und den zwei jüngeren Torhütern. Danach ging es für ihn in den Ruhestand, der am 16. April auf tragische Weise viel zu früh zu Ende ging ...


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